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Unsere Gestaltungsfelder

die einzelnen Gestaltungsfelder:

Arbeitszeitregelungen - Zeitsouveränität erhöhen

Die Flexibilisierung von Arbeitszeiten stellt ein wesentliches Instrument für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar. Arbeitszeitmaßnahmen zielen auf alle Beschäftigten gleichermaßen, ob sie sich um Kinder kümmern, Eltern pflegen oder beispielsweise ehrenamtlich tätig sind. Verbreitete Regelungen sind z.B.: Teilzeitmodelle erweitern oder unkomplizierte Veränderung des Arbeitszeitvolumens vornehmen, Vertrauensarbeitszeit einführen, Jahresarbeitszeitkonten, Lebensarbeitszeitkonten Sabbaticals, Möglichkeiten des unbezahlten Urlaubs, Gleitzeitregelungen/Pausenflexibilisierung, Schichtarbeitsysteme optimieren/flexibilisieren, Planbarkeit erhöhen, etc.

Arbeitsorganisation - Arbeitsabläufe optimieren

Betriebliche Möglichkeiten flexibler Arbeitszeitorganisation sind beispielsweise der Einsatz von Jobsharing und Teamarbeit. Jobsharing basiert dabei auf einem Teilzeitmodell, wobei zwei oder mehr Arbeitnehmer/innen sich als Team bzw. Gemeinschaft mindestens einen Arbeitsplatz teilen. Die Partner können ihre Arbeitszeit individuell festlegen. Das gilt ebenso für Teamarbeit, bei der die Mitglieder des Teams untereinander abstimmen. Bekannte Organisationsmodelle sind z.B. Jobsharing, Springerpool, Familienbewusste Urlaubsplanung Absprachen im Team, z.B. Stellvertretungen, Regelmäßige Kommunikationszeiten, Personaltausch mit verwandten Unternehmen bei Engpässen, Familienfreundliche Besprechungs- und Meetingtermine, Mitspracherecht bei der Einsatz-/Projektplanung,


Arbeitsort flexibilisieren

Eine Flexibilisierung des Arbeitsortes setzt darauf, dass ein Teil der Arbeit ebenso gut von zu Hause aus z.B. durch (alternierende) Telearbeit erledigt werden kann. Arbeitsziele, Termine usw. werden mit dem/der Arbeitgeber/in oder dem Team getroffen und erlauben es, durch Heimarbeit Familienaufgaben und Erwerbsarbeit besser miteinander zu verbinden. Außerdem entfallen zeitaufwendige Anfahrtswege zur Arbeit.

Informations- und Kommunikation – vielfältig kommunizieren

Eine betrieblich aktive und transparente Informations- und Kommunikationspolitik ist ein wesentlicher Aspekt für eine effektive Umsetzung und Inanspruchnahme von Angeboten. Da Personen auf Kommunikationsmedien unterschiedlich reagieren, empfiehlt sich eine Streuung über verschiedene Kommunikationskanäle, wie beispielsweise Großveranstaltungen, Betriebsversammlungen, Internet, Intranet, Poster, Flyer, E-Mail, Newsletter und Einzelgespräche. Zu einer effektiven Kommunikation gehört auch die Einbindung familienbewusster Personalpolitik in das Unternehmensleitbild.

Führungskompetenz und Unternehmenskultur entwickeln

Führungskräfte nehmen eine Schlüsselstellung bei der Umsetzung familienbewusster Angebote wahr. Gelingende familienbewusste Personalpolitik braucht sensibilisierte Führungskräfte, die aktiv die Umsetzung unterstützen und als Vorbilder mit gutem Beispiel vorangehen. Dadurch fühlen sich auch die Mitarbeiter/innen ermutigt, Angebote wahrzunehmen. Maßnahmen in diesem Bereich sind beispielsweise spezielle Führungskräfteschulungen, die zur Sensibilisierung für das Thema und zu einer Erhöhung der persönlichen sozialen Kompetenz beitragen. Dadurch kann mittel- bis langfristig die Unternehmenskultur beeinflusst und verändert werden.

Beruf und Pflege von Angehörigen ermöglichen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist ein wichtiger Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Drei wesentliche Maßnahmenpakete stehen im Vordergrund: Die Sensibilisierung und Aufklärung über das Thema Beruf und Pflege, das Angebot an Maßnahmen rund um das Thema Arbeitszeit und Arbeitsort sowie die Bereitstellung von Informationen, Beratungen/Schulungen und Vermittlungshilfen. Mögliche Angebote: Informationsbroschüren zur Verfügung stellen, Sensibilisierungsseminare, Vermittlungsangebote von Plätzen in Pflegeheimen, Kurzzeitpflege, ambulanten Pflegediensten, Erreichbarkeit in Notfällen ermöglichen, z.B. über eigenes Mobiltelefon, Arbeitszeitflexibilisierung und Teilzeitmodelle, Kurse zur Pflege Angehöriger, Freistellungen (gesetzliche) und Sonderurlaub bei akutem Pflegefall.

Kinderbetreuung und Wiedereinstiegsmanagement etablieren

Beschäftigte mit Kindern sind in der Regel auf verlässliche Kinderbetreuung angewiesen, damit sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Hier unterstützen Arbeitgeber ihre Beschäftigten u.a. durch betriebliche Kinderbetreuungsangebote wie Krippen oder Kindergärten, mit Belegplätzen in bestehenden Tageseinrichtungen, mit Kinderferienprogrammen und vielen weiteren Maßnahmen wie Infos, welche Kinderbetreuungseinrichtungen es vor Ort bzw. in der Region gibt, Einrichtung von Eltern-Kind-Arbeitszimmern für Notfälle oder einer Spielecke mit Kinderkiste. Ebenso bildet nach einer familiären oder krankheitsbedingten Auszeit ein schneller und geplanter Wiedereinstieg eine große Hilfe und Unterstützung für beide Seiten. Kontakthalte- und Einarbeitungsprogramme, Gespräche vor, während und nach der Elternzeit, Patenmodelle oder Mentoren für die Elternzeitler/innen bzw. erkrankten Mitarbeiter/innen sind Instrumente, um den Wiedereinstieg gut gestalten zu können.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Ziel des Gesundheitsmanagements ist es, gesundheitsgerechte und persönlichkeitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Gesundheitssituation der Beschäftigten zu erhalten bzw. zu verbessern und die Arbeitszufriedenheit zu steigern. Wirtschaftlich dienen die Maßnahmen vor allem dazu, die Leistungsbereitschaft und die Gesundheitsquote zu erhöhen, also Fehlzeiten zu vermeiden oder zu verringern. Eine wichtige Aufgabe des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es deshalb, gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz vorzubeugen, betrieblichen Ursachen von Gesundheitsbeeinträchtigungen aufzuspüren und auf deren Beseitigung hinzuwirken. Für diese Aufgabe arbeiten Unternehmens- bzw. Dienststellenleitung, Führungskräfte aller Ebenen und Interessenvertretungen eng zusammen. Außerdem wird in der gesundheitsorientierten Führung dem Wohlbefinden der Beschäftigten und der Gestaltung eines anregenden Arbeitsklimas ein hoher Stellenwert eingeräumt. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten. Damit wird die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als strategischer Faktor in das Leitbild und in die Kultur sowie in die Strukturen und Prozesse der Organisation einbezogen – es handelt sich daher um eine Managementaufgabe.